WANDERLUST24 Hours in Marylebone-London

Both refined and understated, Marylebone is perfect for the discerning traveller

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Marylebone - cool, schick und gut situiert - könnte trotz seiner Lage im Zentrum Londons fast ein Vorort sein. Mit seinen wunderschön restaurierten Reihenhäusern, gepflegten Grünflächen und vielen kleinen Gassen fühlt man sich eher wie auf dem Land als in der Stadt. Dazu kommen vorzügliche Restaurants, kulturelle Treffpunkte und eine exklusive unabhängige Boutique nach der anderen. Es ist sehr einfach, dem Charme dieser eleganten und modebewussten Ecke Londons zu erliegen. Hier nun einige der besten Tipps für einen Tag (und einen langen Abend) in Marylebone.

 

09:30: The Monocle Café

Ein guter Start in den Tag: The Monocle Café serviert unter anderem Birchermüsli, guten Kaffee und eine Zeitung dazu. Hier lässt es sich gemütlich frühstücken, die neueste Ausgabe von Monocle lesen und als Souvenir eine praktische Tragetasche mitnehmen. Das eher kleine, charmant und dezent eingerichtete Café ist ein Magnet für Medientypen und Künstler und ist oft bis auf den letzten Tisch besetzt. An sonnigen Tagen sitzt man am besten draußen. Wer in Marylebone wer ist, flaniert ganz sicher vorbei.

 

11:00: Trunk Markenbekleidung

Einige der bekanntesten Boutiquen von Marylebone finden sich in der Chiltern Street. Zu empfehlen: Cire Trudon (Kerzen), Club Monaco (Damen- und Herrenmode), Cox & Power (Schmuck) und Prism (Bademode). Die auffallendste ist jedoch wahrscheinlich Trunk Clothiers London. Dieses Herrenmodegeschäft ist die ursprüngliche Heimat der Marke Trunk und führt ein sorgfältig ausgewähltes Sortiment moderner Herrenbekleidung aus Italien, Japan, Großbritannien, Schweden, den USA und anderen Ländern. Im nahegelegenen Trunk Labs London liegt der Schwerpunkt auf Accessoires.

Model vor Geschäft in Marylebone

 

12:30: A&D Gallery

Die A&D Gallery wurde im Jahr 2000 vom Pop-Art-Enthusiasten Daniel Brant und dem Grafiker Andie Airfix eröffnet und zeigt Arbeiten von aufstrebenden und bereits etablierten Künstlern. Die Galerie verkauft Originalausgaben von Drucken, Poster und andere Artikel in allen Preislagen. Um £ 1.200 gibt es ein originales, signiertes Poster, das als Einladung zur Ausstellung des amerikanischen Malers Jasper Johns 1968 in der Leo Castelli Gallery in New York verschickt wurde. Ein von Roy Lichtenstein persönlich entworfener Pappteller um £ 325 ist ein Schnäppchen.

 

13:30: The Ivy Café

Im Ivy Café geht es nicht ganz so nobel zu wie im Prominententreffpunkt The Ivy, dafür kann man hier den ganzen Tag sehr gut und gemütlich essen. Die Speisekarte kann sich sehen lassen: zum Einstieg Hühnerleberparfait, zur Hauptspeise Hummerrisotto und zum Dessert süß-salzige kleine Karamellbomben gefällig? Serviert wird am Tisch oder direkt an der elegant geschwungenen Bar. Im ursprünglichen Ivy-Restaurant scheinen die prominenten Gäste manchmal wichtiger als das Essen zu sein, während dieses entspannte Café mehr Wert auf seine Küche legt und damit eindeutig punktet. Vor allem am Abend ist hier oft jeder Tisch besetzt, es empfiehlt sich daher, rechtzeitig zu reservieren.

Ivy Café in Marylebone

 

15:00: Daunt Books

Gründer James Daunt eröffnete 1990 Daunt Books in Marylebone und unterhält mittlerweile sechs Niederlassungen in ganz London. Sein erstes Antiquariat befindet sich in einem beeindruckenden Edwardianischen Gebäude, das 1910 speziell für den Antiquar Francis Edwards gebaut wurde und jeden Bücherfreund begeistern wird. Besonders faszinierend ist der obere Bereich, in dem es von alten Landkarten hin zu Second-Hand-Reiseführern einfach alles gibt. Geschickt nach Land arrangiert findet man Reisebücher, Landkarten und Rough Guides schön geordnet nebeneinander. Ein perfekter Vorgeschmack auf das nächste geplante Reiseabenteuer.  

Marylebone Bücherei Lageplan

 

17:00: At the Movies (ATM Club)

Model Tamara Ecclestone und Modedesigner Julien Macdonald waren unter der Prominenz bei der Eröffnung von At The Movies. Nobles Publikum, wie gesagt. Liza Tesei und ihr Team bieten einen maßgeschneiderten Service, um auch die Wünsche der größten Filmfanatiker zu erfüllen. Man muss aber keineswegs Sammler sein, um die beeindruckende Kollektion von Vintage-Filmplakaten, Standbildern und Autogrammen legendärer Stars der Kinogeschichte zu bewundern. So manche lassen hier ganz schön Geld liegen. Ein James Bond Vintage-Poster vielleicht? Das macht dann £ 10.500 für Thunderball oder, ein wenig günstiger, £ 225 für The Living Daylights.

 

19:00: Dinings SW3

Nachdem er im Nobu sein beeindruckendes Kochtalent verfeinert hatte, beschloss der japanische Koch Masaki Sugisaki, seine eigenen kulinarischen Wege zu gehen. Die erste Station: Dinings in einem kleinen Stadthaus in Marylebone. Dinings gilt heute als eines der innovativsten japanischen Restaurants in London und ist mittlerweile auch in Chelsea und in Tel Aviv vertreten. Sugisaki wagt kreative kulinarische Abenteuer wie mit Hummer gefüllte und mit Jalapeño-Mayonnaise garnierte Tacos oder mit Wasabi-Salsa serviertes Wagyu-Steak. Das Wichtigste für ihn sind hochwertige Zutaten. So stammen alle Meeresfrüchte aus den Gewässern um Cornwall und werden direkt im Haus in köstliche Sushi- und Sashimikreationen verwandelt. Das Restaurant ist recht klein und es empfiehlt sich, rechtzeitig zu buchen. Wer einfach spontan vorbeischaut, wird wahrscheinlich keinen Tisch ergattern.

 

21:00: Clarette

Das Clarette setzt viele faszinierende Akzente, von der Art Déco-inspirierten Innenausstattung bis hin zur umfangreichen französischen Weinkarte - ganz zu schweigen von der Tatsache, dass es vielleicht der einzige Ort in London ist, an dem man ein Glas Château Margaux mit einem Burger kombinieren kann. Das Restaurant ist einem ehemaligen Pub angesiedelt und hat es geschafft, französischen Chic mit dem herzlich rauen Charme eines traditionellen britischen Pubs zu vereinen. Wer essen will, geht nach oben; wer was trinken und sich unter die Leute mischen will, bleibt im Erdgeschoss. Manchmal geht es hoch her, besonders in den Sommermonaten, aber das gehört einfach dazu.